Motorsport als Testlabor: Rennsportwissen treibt neue Schmierstoffe voran
Unzählige Teams über alle Disziplinen und Leistungsstufen hinweg vertrauen auf Motul: vom Amateursport bis zur Weltspitze, vom Pocket Bike bis zur MotoGP und vom Kartsport bis zur Formel 1. Mit den finalen Läufen in zahlreichen Rennserien biegt die Motorsport-Saison 2026 auf die Zielgerade ein. Die auf der Piste gewonnenen Erkenntnisse von Motul fliessen in die Produktentwicklung ein. Davon profitieren zunächst die von dem Unternehmen unterstützten Teams – und schliesslich alle, die Motul-Schmierstoffe im Alltag in ihren Fahrzeugen einsetzen.
Wenn Hundertstelsekunden über Sieg oder Niederlage entscheiden, zählt jede technische Komponente. Rennmotoren arbeiten bei extremen Drehzahlen und Temperaturen. Entsprechend wichtig ist das Motoröl für Performance und Zuverlässigkeit. Deshalb setzen zahlreiche Teams auf die enge Entwicklungspartnerschaft mit Motul als Spezialisten für Hochleistungsschmierstoffe. Zu ihnen zählt auch Manthey: Das von Motul unterstützte Team tritt beim DTM-Finale am Hockenheimring als Titelverteidiger und Tabellenführer an. „Für Motul stehen technische Partnerschaften vor reinen Sponsorings: Getreu unserem Anspruch als ‚Co-Creators of Performance‘ wollen wir im Fahrzeug einen Beitrag leisten, nicht nur darauf sichtbar sein“, erklärt Dmitry Bakumenko, Geschäftsführer von Motul Deutschland. „Das geht so weit, dass unser Produkt manchmal auch in Fahrzeugen wirksam ist, auf denen kein Motul-Logo zu sehen ist.“ Hinzu kommt, dass die Produkte, mit denen Motul die Motorsport-Teams unterstützt, auch im Handel zu erwerben sind – im Fall von Manthey und der DTM ist das unter anderem das Hochleistungs-Motoröl 300V.
Das Wichtigste auf einen Blick
- Motul nutzt den Motorsport als Testfeld für die Entwicklung und Optimierung seiner Schmierstoffe.
- Erkenntnisse aus extremen Belastungen im Rennsport fliessen in Produkte für Serienfahrzeuge ein.
- Motul arbeitet unter anderem mit Manthey, Grasser Racing Team und McLaren zusammen.
- Langstreckenrennen liefern wichtige Erkenntnisse über mechanische und thermische Belastungen.
- Auch Nachwuchsförderung und nachhaltigere Motorenöle sind Teil der Motorsport-Strategie.
Von der Rennstrecke auf die Strasse
Gerade im Langstrecken- und Hochleistungsbereich zeigt sich, wie belastbar die Produkte wirklich sind. Die dabei gewonnenen Erkenntnisse sind für die Schmierstoff-Entwicklung unverzichtbar. Bei der für den Motorsport typischen Dauerbelastung treten in Rennmotoren extreme mechanische und thermische Belastungen sowie konstruktions- und betriebsbedingte Verunreinigungen auf. Diese Faktoren beeinflussen Schmiervermögen und Schutzfunktion besonders stark. Anhand von Ölanalysen nach dem Rennen lässt sich nachvollziehen, wie das Öl auf diese Belastungen reagiert. Die Ergebnisse und Erfahrungen aus dem Motorsport fliessen auch in die Weiterentwicklung der Formulierungen ein. Mit der Reduzierung von Reibungsverlusten im Ölkreislauf wird mechanische Energie zurückgewonnen – das bringt im Rennen einen Performancevorteil. Dieses Wissen ist auch für moderne Serienmotoren relevant: Um aktuelle Schadstoffnormen zu erfüllen, arbeiten diese häufig mit Turboaufladung, hohen Mitteldrücken bei der Verbrennung und möglichst geringer innermotorischer Reibung.
Fokuspartnerschaften mit Rennsportteams
Der technische Nutzen einer Zusammenarbeit spielt für Motul bei der Auswahl der Partnerteams die entscheidende Rolle – im Automobil- ebenso wie im Motorradrennsport. In der DTM vertraut neben Manthey auch das Grasser Racing Team (GRT) auf das Know-how von Motul. Besonders wertvolle Erkenntnisse zur Dauerbelastung liefern die 24-Stunden-Rennen in Le Mans und auf dem Nürburgring, bei dem Motul mit Manthey, Saugmotoren Motorsport und zahlreichen weiteren Teams zusammenarbeitet. Auch in der Königsklasse Formel 1 geht die Partnerschaft zwischen Motul und dem McLaren-Team weit über eine Lieferantenbeziehung hinaus: Im engen Austausch zwischen den Motul Forschungs- und Entwicklungsingenieuren in Paris sowie den Getriebespezialisten von McLaren entstanden massgeschneiderte Schmierstofflösungen, die von Grund auf für die spezifischen Anforderungen des Teams entwickelt wurden. Das Getriebeöl für den McLaren MCL 40 hat Motul für die Saison 2026 nach den präzisen Vorgaben von McLaren getestet, kontinuierlich weiterentwickelt und auf maximale Performance ausgelegt, um jedes noch so kleine Potenzial auf der Rennstrecke auszuschöpfen.
Motul hat mit dem professionellen Motorsport auch praxisnahe Produkttests und die Nachwuchsförderung im Blick. Das zeigt das Engagement im Motorradrennsport: Motul begleitet Fahrer und Fahrerinnen von den ADAC-Nachwuchsserien bis in den professionellen Rennsport. In Profiserien wie der EURO MOTO Superbike kooperiert das Unternehmen unter anderem mit den Teams GERT56 und HRP. Eng arbeitet Motul zudem mit Kawasaki zusammen – auch hier mit einem klaren Technik-Fokus: Im ZX-4 RR Cup stellte die NGEN-Technologie bereits in der zweiten Saison die volle Motorsporttauglichkeit unter Beweis. Für die Herstellung dieser nachhaltigen Motorenöle kommen hochwertige reraffinierte Basisöle zum Einsatz.
„Motorsport ist und bleibt für uns ein wichtiger Treiber für Innovation – insbesondere im Hinblick auf neue Technologien und nachhaltigere Lösungen“, fasst Sarah Petschel, Motorsports Partnerships & Event Coordinator bei Motul Deutschland, zusammen. Die übergeordnete Motorsport-Strategie des Unternehmens verbindet so die Entwicklung leistungsfähiger Produkte mit langfristigen technischen Partnerschaften über Disziplinen und Leistungsstufen hinweg.
Quelle: Motul Deutschland
Bildquelle: Bild 1: Motul Deutschland; Bild 2: Gruppe C Photography